Interoute Experten-Kommentar zum Thema EU-Datenschutzbestimmungen

EU-Grundrechtekommissarin Viviane Reding hat am Mittwoch in Brüssel Vorschläge für neue Datenschutzregeln für Unternehmen, Polizei und andere Behörden gemacht.

Jeff Finch, Product Manager, Security Services von Interoute, bemerkt dazu:

Die neuen EU-Datenschutzbestimmungen zeigen, dass die Bedrohungen durch Datendiebstahl bei der EU-Kommission angekommen sind und ernst genommen werden. Die Folgen von Datendiebstahl sind für den einzelnen Bürger nicht nur ärgerlich, sondern gefährlich. Zahlreiche Vorfälle in den letzten Monaten haben offenbart, dass es Organisationen gibt, die große Mengen personenbezogener Daten lagern, ohne entsprechende Systeme und Maßnahmen zum Schutz von Informationen vorweisen zu können. Es ist nun an Organisationen jeglicher Art und Größe, für den angemessenen Schutz vor potenziellen direkten Angriffen und Datenlecks zu sorgen.

Die gute Nachricht für Unternehmen in Europa: Das Vergleichen und Zusammentragen harmonisierter datenschutzrechtlicher Bestimmungen aller 27 EU-Länder wird Unternehmen zweifellos das Leben erleichtern. Bisher mussten sie die nationalen Gesetze einzeln zusammenstellen und beurteilen, besonders, wenn Cloud-Projekte datenschutzrechtliche Fragen hinsichtlich des Speicherorts aufwerfen. Der nächste Schritt wird die Harmonisierung der Gesetzte mit Ländern außerhalb der EU sein. In den USA erlaubt der ‚Patriot Act’ den Behörden zum Beispiel, Telefonate, E-Mail und Finanztransaktionen ohne Gerichtsbeschluss zu speichern. Folglich wird es daher für Unternehmen weiterhin sehr wichtig sein, zu wissen, wo und in wessen Rechenzentren sich ihre Daten befinden.