Diekmann tappt in Roaming-Falle

Das wird teuer: Kai Diekmann, Chef-Redakteur der „Bild“-Zeitung, bearbeitete im Marokko-Urlaub seinen Blog (www.kaidiekmann.de), in dem er 100 Tage lang von seinem Leben als Chefredakteur berichtet. Nun verlangt die Telekom 42.000 Euro Roaming-Gebühren von ihm.

Laut dem Online-Portal Kontakter ist der Bild-Chefredakteur Kai Diekmann in eine Daten-Roaming-Kostenfalle getappt. Demnach muss er für die Pflege seines 100-Tage-Blogs während des Aufenthalts in Marokko etwa 42 000 Euro zahlen. Gerüchten zufolge soll sich der Vorstandsvorsitzende der Telekom, René Obermann, höchst persönlich um die Rechnung kümmern.
So heißt es auch bei den Kollegen von teltarif.de: “Angeblich soll “Bild”-Chefredakteur Diekmann die Telekom gebeten haben, “man möge sich um seine Rechnung kümmern”. Allerdings haben weder die Telekom noch der “Axel-Springer-Verlag die Angaben des “Kontakter” bestätigt. Auch andere Mobilinternet-Nutzer, die im Ausland in die Kostenfalle getappt sind, konnten immer mal wieder mit Kulanz der Mobilfunkbetreiber rechnen.”
Herr Diekmann hatte im Ausland zahlreiche Videos, Bilder und Texte in seinem Blog veröffentlicht. Dass da hohe Kosten entstehen können war ihm wohl nicht bewusst. Wer generell ins Ausland reist und dort von vornherein weiß, das er das mobile Internet nutzen möchte, sollte sich ausreichend informieren und gegebenenfalls auf einen dort ansässigen Mobilfunk-Anbieter zurückgreifen.
Neue EU-Regelung für Roaming ab 1. Juli
Ab dem 1. Juli wird es eine neue, und für den Kunden günstigere, Preisgrenze für Roaming geben. Demnach wird der Preis von 51 Cent auf 46 Cent pro Minute im Mobilfunk sinken. Zu dem starken Preisnachlass haben nicht nur eine EU-Regelung, sondern auch die speziellen Reiseangebote der Mobilfunk-Anbieter beigetragen. Auch 2011 soll es eine weitere Senkung geben.
Bei der Nutzung von mobilem Internet wird sich ab dato auch etwas ändern. Der Urlauber erhält hier keine festen Preis-Limits mehr. Reguliert werden die Entgelte, die sich die Netzbetreiber verschiedener Länder gegenseitig in Rechnung stellen. Bereits heute dürfen Anbieter untereinander nicht mehr als einen Euro pro Megabyte für den Datentransfer berechnen. Diese Obergrenze wird schrittweise auf 80 Cent pro Megabyte im Jahr 2010 und 50 Cent pro Megabyte im Jahr 2011 abgesenkt.*

*Quelle: http://www.dsltarife.net/kai-diekmann-datenroaming-mobilfunk-unternehmen/news/11562.html

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